Archiv für die Kategorie 'Alltag'

Jul 09 2017

Wagen und gewinnen

Autor: . Abgelegt unter Alltag

Gestern beim Scrabble-Spiel. Wieder einmal hatte ich Buchstaben, die nicht recht zusammenpassen wollten. Es war schon einiges vorgegeben, an das etwas Sinnvolles anzulegen unmöglich schien. Buchstaben auswechseln oder auf „passen“ drücken? Das würde eine Runde aussetzen und damit Punktverlust bedeuten. Nein, ich mobilisierte Gleichmut und puzzelte mit humoristischer Grundhaltung an unmöglichen Möglichkeiten.

Schließlich erlebe ich immer wieder, wie meine „Gegner“ – die meisten sind als „Anonym“ unterwegs – Wörter präsentieren, die ich noch nie gehört habe. (Wir spielen im WWW und eine Maschine bewertet, was durchgeht was abgewiesen wird.) Manchmal entfacht das meine Neugier und ich suche nach dem Sinn des unbekannten Wortes und finde ihn. Horizonterweiterung ist ja ein nützlicher Nebeneffekt von Spielen, will man sie nicht rein als Training der Fingerfertigkeit begreifen.

Diese Erfahrung stachelte mich gestern an, es doch einmal selbst mit einem Wort zu versuchen, dem ich noch nie begegnet war. Schließlich ermuntere ich in meinen „kreativ-schreiben“-Kursen auch immer wieder: Nicht das Können steht im Vordergrund, sondern das Probieren, das Zu-neuen-Ufern-Kommen. Und tatsächlich! Mein „Unwort“ wurde vom System angenommen, erntete gute Punkte und war sogar auf „Wikipedia“ zu finden, so dass ich dessen Bedeutung im Nachhinein erfuhr.

Es gibt ja zielgerichtete Zeitgenossen, bei denen muss „hinten“ immer etwas „herauskommen“. Die fangen nichts an, das eventuell „sinnlos“ bzw. „ergebnislos“ sein könnte. Dadurch sind gewisse Bahnen vorgegeben und lassen denjenigen nicht so leicht frei. Natürlich gibt es Phasen, in denen man sich nicht erlauben kann, „neben naus“ zu denken. Aber erfrischender sind die andern, die Aktivitäten erlauben, deren Zweck nicht von vorn auf der Hand liegt.

Es ist zwar nicht angenehm, wenn man experimentiert – vielleicht weil man an einem Schreibwettbewerb teilnehmen will – , hingebungsvoll Hirnschmalz investiert und muss nach einer Weile aufgeben, weil das Vorhaben nicht gelingen will bzw. der Text in eine andere Richtung als das Thema fließt oder anderweitig nicht „dressierbar“ ist. Aber das Schreiben für den Papierkorb hat noch niemandem geschadet. Jede/r erlebt es, und manchmal geht einem der Nutzen dieser „vergeblichen Liebesmüh“ erst später auf. Empfohlen sei deshalb abspeichern statt löschen. Warum nicht einen eigenen Ordner für „Halbgares“ anlegen und Verworfenes zu einem anderen Anlass modifizieren oder Fragmente daraus verwenden? War nicht wagt, der nicht gewinnt.

Das ist mein Konterfei auf facebook.

Auf facebook gibt es bekanntlich jede Menge „Halbgares“ und manchmal findet auch Verführung statt – Verführung zu Unsinn. In einer unbestimmten Lust auf vergnügliche Lockerung nach einem angespannten Tag ließ ich mich von der Frage verführen: „Wie alt sind Sie wirklich?“ Die Maschine nimmt das Konterfei und präsentiert dann, zu welchem Schluss sie kommt. Ich – äh mein Zeitungsleser – wurde trotz Falten und Scharten auf 30 festgesetzt. GRINS. (Wer nicht wagt, gewinnt nicht!) Zum Dank sei hier sein Standort verraten: Er steht alterslos in Weinstadt-Strümpfelbach  an der Durchgangsstraße. Schräg gegenüber geht es hoch zum Skulpturenpfad in die Weinberge > http://www.karl-ulrich-nuss.de/katalog.html Ein Spaziergang dort lockert übrigens ungemein – auf mehreren Ebenen!

Und hier geht es zu meinen Beiträgen auf facebook > https://www.facebook.com/renate.schauer.94

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Dez 11 2016

Postfaktisch / MEZIS / Kurse 2017

Autor: . Abgelegt unter Allgemein/Politik,Alltag,Literatur

Für dieses Jahr ist der letzte Kurs gehalten – neue Termine 2017 siehe unten. Damit ist zwar rein faktisch die Luft etwas raus, wenn auch postfaktisch die Ideen sprießen (ja sogar „wuchern“), weil viele Impulse mich erreicht und bereichert haben. Allein: die Zeit drängt, das Jahr zu Ende zu bringen. Mit manchem Kopfschütteln zwar, worüber ich mich hier eigentlich ausschütten möchte, was aber wiederum aus Zeitnot unterbleibt. Nur mit LINKs kann ich „wuchern“, immer in der Hoffnung, dass meinen LeserInnen die Zeit reicht, diese aufzurufen.

Zum Auftakt einer zum Wort des Jahres > postfaktisch. Hier kann man sich über diverse Ansichten und Erklärungen dazu informieren: https://www.perlentaucher.de/9punkt/2016-12-10.html?nle_id=6916 Und weil es im letzten Posting um Bettelbriefe und Unterstützungswürdiges ging: Ja, den „Perlentaucher“ kann man unterstützen, er leistet nützliche Arbeit, ich lasse mich darüber via Newsletter informieren.

Sehr nützlich ist auch die Arbeit von MEZIS. Das ist die Abkürzung für „Mein Essen zahl‘ ich selbst“, ein Zusammenschluss unbestechlicher Ärztinnen und Ärzte, von deren Aktivität ich in diesem Blog schon berichtete. Nun hat MEZIS zum Thema „Leben – Eine Kostenfrage?!“ getagt und ein Manifest für bezahlbare Medikamente und eine bedarfsgerechte Arzneimittelforschung beschlossen, hier nachzulesen: https://www.mezis.de/

EIN Kopfschütteln möchte ich aber doch ausbreiten: als ich Mitte November bei einem Facharzt anrief und um einen Termin fürs Frühjahr bat, erhielt ich zunächst die Antwort: „Wir sind 2017 aber schon ausgebucht.“ Wenn ich schlapp gewesen und schockiert geschwiegen hätte, wäre ich also leer ausgegangen. Das scheint so zu sein wie bei Betrieben, die die festen Wartungstermine ihrer Stamm-Kundschaft im Kalender stehen haben und darüber hinaus eigentlich Kundenabwehr betreiben. Womöglich, um auf Notfälle reagieren zu können? Nein, sagte mir ein anderer Facharzt: Wenn Sie akut was haben, müssen sie ins Krankenhaus. Dazu passt dann die Debatte um das Verhalten in den Notfallpraxen der Krankenhäuser – sowohl das der PatientInnen als auch das des diensthabenden Personals. Es ist überall schwer, die Spreu vom Weizen zu trennen, und genau hinsehen (differenzieren!) macht Mühe!

Kreativ Schreiben > KURSE 2017:

Aichwald: 11.3. (Sa); Kurs: 22.3. / 17.5. / 5.7.2017 (Mi)

Nördlingen: 25.3. / 6.5.2017 (Sa)

Ostfildern: 16.3. / 27.4. (Do)

Schorndorf: 8.3. / 29.3. / 10.5. / 31.5. / 28.6. (Mi)

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Jul 05 2016

Lockere Texte willkommen – App als Weckruf

Autor: . Abgelegt unter Alltag,Literatur

Sich mit Literatur den Tag versüßen – das Kopfkino zitiert Pendler mit Schmökern herbei oder die sonnige Mittagspause im Park mit einem E-Book-Reader. Seit Dezember 2015 ist eine weitere Spielart auf dem Markt: „Literiki“ – eine App, die Menschen fröhlich aufwachen lassen will.

Die Idee dazu hatte eine Lehrerin in der Schweiz, Isabella Hoegger. Derzeit startet sie Aufrufe nach „jungen“ Texten, die sie von Profi-SprecherInnen einlesen lässt. Vier bis fünf Monate Vorlaufzeit rechnet sie. Texte, die jetzt eingesandt werden und zum Konzept passen, kommen ab Januar 2017 als leichtfüßiger Schubs in den Tag aufs Handy. Wer sie tagsüber noch einmal zur Aufmunterung hören will – das ist möglich. Doch am nächsten Tag jedoch ist eine andere Geschichte dran.

Weitere Einzelheiten > www.literiki.com Auf der Homepage kann man in eine Kostprobe reinhören, die App selbst kann man drei Tage kostenlos testen. Interessant für AutorInnen: Verlangt sind ca. 2000 Zeichen, akzeptierte Beiträge werden mit 45 Euro honoriert. Auf Literiki.com findet man die Fotos von jenen, deren Geschichten den Tagesauftakt erleichtern/bereichern (sollen) sowie einen Link zu deren Homepage. Eine gute Idee!

NEUES in eigener Sache: „Hässliche Socken zu kurzen Hosen …“ so beginnt die jüngste Folge der Schreibanlässe, die ich auf Facebook veröffentliche. Diesmal geht es um Ärgernisse des Sommers.

https://www.facebook.com/Memo-Reporting-183531688502805/

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Feb 20 2016

Ein kleines Buch hat trotz Hindernissen Erfolg – die 2. Auflage von „Namenloser Tod“ ist gestartet

Autor: . Abgelegt unter Alltag,Literatur

Sie wird nochmal gegenwärtig: Stefanie Blech, Jahrgang 1982, die am 20.7.2000 einen Cocktail aus Alkohol und Drogen nicht überlebte. „Namenloser Tod“ – mit diesem Buch will ihr Nachbar Siegfried Naujeck, dass sie nicht vergebens gestorben ist. Ohne Zeigefinger vor Sucht zu warnen ist sein Anliegen, und andererseits will er Diskussionen über Grundwerte und „modernes Leben“ schlechthin anstoßen. Der Dortmund Verlag brachte nun im Januar die zweite Auflage mit einem Lektüreschlüssel heraus. Dieser stammt aus meiner Feder und enthält unter anderem neun Fragenblöcke, die die Auseinandersetzung mit den vielfältigen Aspekten des Stoffes vertiefen mögen.

Nun könnte ich die übliche Inhaltsangabe liefern. Doch das passt an anderen Stellen besser. In diesem Blog will ich ja gelegentlich einen Blick hinter die Kulissen ermöglichen. Vordringlich ist im Moment, dass das Buch ausschließlich über den Buchhandel erhältlich ist, weil Amazon es seit fünf Wochen nicht schafft, den Titel online zu stellen. Abgesehen davon, dass ich selbst bei den allermeisten Gelegenheiten den örtlichen Buchhandel einer „Fernbeziehung“ vorziehe, sind die Mühen, die es kostet, dass der Verkauf über Amazon funktioniert, erwähnenswert.
Keine Ahnung, woran das liegt. Am Apparat? An einem Eingabefehler, dessen Korrektur anschließend vom System schlichtweg nicht „gefressen“ wird? Stellen Sie sich vor, Sie sind Autor, haben sich eine gefühlte Ewigkeit mit ihrem Buch leidenschaftlich gefordert und geplagt, und erhalten dann von interessierten Menschen mehrfach die Rückmeldung „Amazon meldet ‚derzeit nicht lieferbar‘“.
Es ist nicht das erste Hindernis, das sich für Autor Naujeck mit dem Buch verknüpft.

Hier ein Auszug aus dem Lektüreschlüssel, Kapitel „Rezeption“:
Ausgerechnet die Landesstelle für Suchtfragen in Sachsen-Anhalt nimmt Anstoß an dem Buch. (…) 2009 zog sie eine Parallele zu dem Stern-Bestseller „Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“, den sie mit einer „Trivialisierung des Drogenkonsums“ in Zusammenhang bringt. (…) Die Geschichte der Christiane F. vom Berliner Kinderstrich schockierte 1978 Jung und Alt, (…) wurde laut „wikipedia“ Anfang der 80er Jahre „zum meistverkauften Buch in der Bundesrepublik Deutschland, in 15 Sprachen übersetzt“ und „in zahlreichen Schulen“ zur Pflichtlektüre. (…)
2011 musste Naujeck erkennen, dass sein Buch punktuell bei Schulen und Jugendklubs der Negativbewertung zum Opfer fiel (…) und wehrte sich in einem „Offenen Brief“ gegen die unerbetene Einschätzung (…). Denn auch wenn man Texte natürlich unterschiedlich auffassen und auslegen kann – hier war dies von einer öffentlich-rechtlichen Instanz hinter den Kulissen mit weitreichenden Konsequenzen geschehen und deshalb einen kritischen Diskurs wert.
Unter anderem ging es um den Nachahmungseffekt. Wenn dieser so hoch gewichtet würde, dürfe man – so Naujeck – im Unterricht auch nicht „Die Leiden des jungen Werthers“ von Goethe oder die modernisierte Aufbereitung dieses Sehnsuchtsstoffs von Ulrich Plenzdorf (168/70, DDR) im Unterricht durchnehmen. Der offene Brief gibt zu bedenken: „ … woraus lernen wir alle – wenn nicht aus Konflikten, rivalisierenden Gegensätzen, strittigen Werten, Missverständnissen und Widerständen? Offene Diskussionen sind in der Wachsamkeit Suchtverhalten gegenüber förderlich. Eine Bürokratie, die mehr verhindert als Räume öffnet, ist kontraproduktiv.“ ZITAT ENDE
Die Entwicklung des Offenen Briefes habe ich miterlebt, verfolge also die Autorenschaft von Siegfried Naujeck schon einige Jahre. Und als dann der Verlag, bei dem die erste Auflage erschienen war, Insolvenz anmeldete, habe ich mitgeholfen, dass die Geschichte von Stefanie weiterhin auf dem Buchmarkt präsent bleibt. Generell bin ich daran interessiert, dass Wachsamkeit gegenüber Strittigem hoch gehalten wird!
Siegfried Naujeck. Namenloser Tod. 2. überarbeitete Auflage mit Lektüreschlüssel, 2016, 199 Seiten, Dortmund-Verlag, 14,80 €, ISBN 978-3-95960-038-5

https://www.facebook.com/namenlosertod/

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Feb 14 2016

Statt Kuchenwerbung vorm Café

Autor: . Abgelegt unter Allgemein/Politik,Alltag

Kleiner Gedankenanstoß …

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Jan 05 2016

Jenseits der Willkommenskultur ist es wichtig, Fremdes korrekt benennen

Autor: . Abgelegt unter Allgemein/Politik,Alltag,Sonstiges

Fremdes löst Vorbehalte aus. Wie ich damals als Tochter eines Dresdners und einer Sudetendeutschen, die ich in Mittelfranken aufwuchs. Ich gehörte zu den wenigen, die in dem 400-Seelen-Dorf hochdeutsch sprachen. Meine Mutter war Hausfrau, Nur-Hausfrau – auch ein seltenes Phänomen im Ort, wo jede helfende Hand auf dem Feld oder im Stall gebraucht wurde. Also war ich „verdächtig“, weil meine Sozialisation von dem Ortsüblichen abwich und ich mich in Einigem von den Kindern in meiner Umgebung unterschied.

Die „Tradition“, zwischen allen Stühlen zu rangieren, setzte sich fort, als ich mehrfach den Wohnort wechselte in einer Zeit, wo Bodenständigkeit noch an der Tagesordnung war. Überall andere Dialekte und Sitten! Ich immer erkennbar als Zugezogene. Als „Spätberufene“ kam ich zum Journalismus und ergatterte ein Volontariat – ganz ohne „Vitamin B“, was schon damals als Rarität galt. Endgültig wurde ich zur Exotin, als ich in den 80ern BTX (Bildschirmtext) für einen Verlag installierte und ausprobierte. Wer was auf sich hielt in der Zunft, schimpfte leise bis leidenschaftlich auf die „Neuen Medien“, für die Geld locker gemacht wurde, das man eigentlich für personelle Verstärkung in den Print-Redaktionen hätte gut gebrauchen können.

Anschließend wurde ich argwöhnisch beäugt, weil ich Lust auf Öffentlichkeitsarbeit hatte und dazu im Gesundheitswesen eine geeignete Anstellung fand. Die Seiten des Schreibtisches wechseln – wer tut denn sowas! Als Freiberuflerin und Ghostwriterin passte ich dann schließlich in gar keine Schublade mehr. KollegInnen zeigten mir häufig die kalte Schulter, weil sie in ihrer Spur geblieben waren und mit meinem beruflichen Diskussionsbeiträgen nichts anzufangen wussten.

Heute sticht ein derart bewegtes Berufsleben nicht mehr ins Auge, immer mehr Menschen können von wesentlich grelleren Berufsabenteuern berichten.  Unsere Gesellschaft ist bunt und wechselfreudig geworden, keiner klebt mehr an der Scholle, Auslandaufenthalte sind schon in der Jugend „normal“, und es sind genügend Zuwanderer gekommen, die von wesentlich schicksalhafteren Wendungen geprägt sind und kulturell eine weite Strecke der Annäherung vor sich haben.

Zuwanderer, Flüchtlinge oder Asylsuchende?

Doch halt – sagt man „Zuwanderer“? Angesichts unterschiedlicher Zuwanderungssequenzen macht mich die Vielfalt möglicher Bezeichnungen unsicher bei der Wortwahl. So bin ich dankbar, dass es ein Glossar gibt, das die „Neuen deutschen Medienmacher“ im Dezember 2015 entwickelten und online stellten. Die „Formulierungshilfen für die Berichterstattung im Einwanderungsland“ müssen meines Erachtens aber nicht JournalistInnen vorbehalten bleiben. Denn sich korrekt auszudrücken verleiht jedem Menschen das Gefühl, „auf der Höhe der Zeit zu sein“. Und es ist gut, wenn JournalistInnen auch hier Orientierungshilfe geben!

Zum Glossar > http://www.neuemedienmacher.de/download/NdM_Glossar_www.pdf

Bilder im Kopf auslösen – Fremdes ist geradezu prädestiniert dazu, sofern die Abwehrhaltung dagegen die Fantasie nicht völlig lähmt. Wenn man die falschen Begriffe hat, können sich auch leicht falsche Bilder einschleichen. Es ist nicht falsch, wenn angesichts der „Karriere zwischen allen Stühlen“ Assoziationen aufblitzen wie: „Abstand halten!“, Mißgunst, Bestandssicherung … Genau deshalb ist mir angesichts des Ringens um die richtige Integrationspolitik die Rückschau mit den Anpassungsschwierigkeiten aller Beteiligten eingefallen. Es gibt keine „Moral von der Geschicht'“ – doch bin ich davon überzeugt, dass gegenseitiges Zuhören und die richtige Wortwahl es leichter machen, einander zu respektieren oder gar zu verstehen. Ein langer Atem gehört in jedem Fall dazu.

Und das sind die Neuen Medienmacher: http://www.neuemedienmacher.de/

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Sep 02 2015

Film: Eine Lanze für Hochsensible

Autor: . Abgelegt unter Alltag

Interview >> In ihrem Dokumentarfilm „High Skills“ lenkt Mona Suzann Pfeil, Künstlerin und Businessberaterin, das Augenmerk auf die Stärken Hochsensibler. Sie ist fest davon überzeugt, dass von deren Entfaltung die Unternehmen profitieren. Mit ihrer Vision eines Highly Sensitive Business will sie Verantwortliche in der Wirtschaft dafür gewinnen, sich mit einem neuen Leitbild neue Chancen zu erschließen. Fragen und Antworten zu einem weithin verkanntem Persönlichkeits- und Qualifikationsmerkmal:

Renate Schauer: Warum brechen Sie für Hochsensible eine Lanze?
Mona Suzann Pfeil (Pfeil): Sie leben unter uns mit teilweise unentdeckten Potenzialen! Hochsensibilität ist ein angeborenes Persönlichkeitsmerkmal wie das Temperament oder die Körpergröße. Niemand kann beschließen: Ich will hochsensibel sein oder – umgekehrt – ich will meine Sensibilität reduzieren. Da sich ein hochsensibler Mensch von Anderen unterscheidet, muss er mit seiner Prägung zurechtkommen. Auch die Menschen in seinem Umfeld merken, dass er anders ist.
Steht ihm das Anderssein im Weg oder eröffnet es Chancen?
Pfeil: Wie bei jedem Menschen ist es wichtig, dass ein hochsensibler am richtigen Platz wirken kann. Das beginnt schon in der Kindheit. Je früher die Hochsensibilität und die daraus resultierenden Stärken erkannt werden, desto eher und besser kann das Kind gefördert werden. (…)
Gibt es Frustrationen?
Pfeil: Ja, wie in jedem Leben. Doch wenn sie vor allem mit dem Anderssein zu tun haben, drängt das ziemlich in die Defensive. Das führt dazu, dass die Stärken der Hochsensibilität nicht nutzbar werden. Die oder der Betroffene versteckt die sensible Seite, kann sie nicht zum Vorteil für Arbeit und Wirken entwickeln.
Wie erkennt man Hochsensibilität?
Pfeil: Hochsensibilität hat verschiedene Ausprägungen. Alle Hochsensible eint jedoch, dass sie viel intensiver auf die Reize ihrer Umwelt reagieren. Sie haben sehr feine Antennen und registrieren schon kleinste Impulse. Ihr Hirn arbeitet oft wie eine Turbomaschine im Dauerbetrieb. Beim einen führt das zu großer Empathie, den anderen befähigt dies zum Spezialistentum auf einem bestimmten Gebiet. In meinem Film erzählen Hochsensible und Hochbegabte, wie sie mit ihren Talenten zu dem wurden, was sie heute sind. (…)
Feine Antennen machen empfindsam ...

Pfeil: Das stimmt! Es nährt das Vorurteil, Hochsensible seien überempfindlich, rasch überstrapaziert, nicht belastbar. Abfällig heißt es vielleicht: „Die hören das Gras wachsen“, aber sie sind es dann eben auch, die früher als Andere Fehlentwicklungen wittern und Störungen benennen können.
Sie sind die geborenen Seismografen?
Pfeil: Das ist eine der Stärken von Hochsensiblen. Oft zeichnen sie sich als Vor- und Querdenker aus, machen als Forscher und Entwickler Karriere oder überzeugen als Berater mit Weitblick. Somit fallen sie auf in unserer Gesellschaft. Ihre Lebensläufe weichen ab von denen der meisten Menschen, das verunsichert Nicht-Hochsensible oft. (…)
Welche Vorteile hat Hochsensibilität für die Gesellschaft und die Wirtschaft?
Pfeil: Mit ihren Fähigkeiten können Hochsensible die Wirtschaft zukunftssicherer machen. Ein Unternehmen sollte sich solche Talente leisten wollen und sie halten.
Nennen Sie ein Beispiel aus Ihrer Praxis als Business-Trainerin und Beraterin!
Pfeil: Klären wir zuerst: was heißt zukunftssicher? Darunter versteht jeder etwas anderes. Für mich hat es viel mit nachhaltiger Rentabilität zu tun: an den Bedürfnissen des Marktes orientiert bleiben und sich keine Sünden gegen Personen oder Umwelt erlauben. Nicht in Verruf geraten und infolgedessen Pleite gehen – weil Kunden ausbleiben oder sich abwenden oder weil gute Mitarbeiter abwandern. Auch Nicht-Hochsensiblen ist es heute wichtig, sich mit Arbeitgeber oder Geschäftspartner identifizieren zu können. Kleinigkeiten können heute ganz schnell einen Shit Storm im Internet auslösen. Die Wirkung nach außen ist wichtiger denn je, Qualität und ein guter Ruf machen attraktiv. Das Ansehen eines Unternehmens wird nach Bewertungen im Internet beurteilt, Bewerber suchen sich ihre zukünftigen Arbeitgeber danach aus. Hochsensible Mitarbeiter beispielsweise als Leitbild-Entwickler und Unternehmensethik-Controller oder als Community Manager eingesetzt, können eine Unternehmenskultur der Achtsamkeit und des Respekts sowie eine nachhaltige Social Media Arbeit hervorbringen – beste Voraussetzungen für Zukunftssicherheit.
Wozu möchten Sie Betroffene ermutigen?
Pfeil: Im Film kommen Menschen zu Wort, die sich Bedingungen geschaffen oder erkämpft haben, die ihnen zuträglich waren. Da ist die Frau, die im Großraumbüro viel zu viel Energie aufwenden musste, um den Geräuschpegel weg zu filtern. Sie konnte ihre Arbeitsqualität und ihr Arbeitsquantum steigern, nachdem sie einen ruhigeren Platz eingefordert hatte. Oder die ehemalige Mini-Joberin, die heute Geschäftsführerin ist.
Könnten das Vorbilder sein?
Pfeil: Jeder sollte sich nach seinen Ambitionen und Bedürfnissen fragen. Viele Hochsensible haben mehr als nur ein oder zwei Begabungen und können sich oft zwischen diesen nicht entscheiden. Sie sollten alle ihre Facetten ernst nehmen und nach dem geeigneten Job und Arbeitsumfeld Ausschau halten, wo möglichst viele ihrer Talente zur Geltung kommen können. Genau darin sind erfolgreiche Hochsensible vorbildlich: Aktiv beeinflussen sie die Rahmenbedingungen für ihre Arbeit und ihr Wirken. Eine Orchidee gedeiht mit anderer Pflege als Efeu oder ein Rosenstrauch.

Versuchen viele, ihre Hochsensibilität zu verstecken?
Pfeil: Wenn Fähigkeiten keine Wertschätzung erfahren, wirkt das wie eine Zurückweisung. Es behindert die Entwicklung eines gesunden Selbstwertgefühls. Und begabte Menschen zweifeln sowieso leicht an sich selbst, stellen ihre Denk- und Lösungsansätze in Frage.
Selbstkritisch mit hohem Anspruch an sich selbst?
Pfeil: Wer hochsensibel oder besonders begabt ist, hat nicht automatisch ein leichteres Leben. Hochsensibilität und Hochbegabung bedeutet auch nicht, auf allen Gebieten schlau zu sein. Nicht selten haben diese Menschen mehrere Talente und sind fest überzeugt, nichts wirklich gut zu können. Hinzu kommt, dass unsere Gesellschaft leider nicht nur auf das Gängige und Durchschnittliche „geeicht“ ist, sondern sie pflegt auch ein defizitäres Denken. Das heißt, die Aufmerksamkeit ruht mehr auf den Schwächen als auf den Stärken. Der Hirnforscher Dr. Manfred Spitzer bringt das im Film auf den Punkt und nennt es eine „gigantische Demotivationskampagne“, die Menschen ständig mit ihren Schwächen zu triezen. Ein selbstkritischer Mensch muss also viel Energie aufwenden, um sich mit seinen Besonderheiten ins rechte Licht zu stellen.
Wer kann die Hürden abbauen?
Pfeil: Jeder. Vorurteile gehören auf den Prüfstand. Zum Beispiel ist das Etikett „ÜBER-Empfindlichkeit“ falsch. Es zeugt von einer Art Abwehr-Pathologisierung, die auf Vergleichen mit imaginären Normwerten beruht. Viel sinnvoller ist es, die besonders hohe Wahrnehmungs-Begabung als das zu sehen, was sie ist: ein äußerst positives Qualifikationsmerkmal, dessen Nutzen man nicht mehr missen möchte, hat man ihn erst erkannt. (…)

Leicht gekürzte Fassung des Interviews.

Das vollständige Interview ist hier nachzulesen: http://www.monasuzannpfeil.de/files/7214/2800/7832/Interview-Pfeil-Benefit-Hochsensibilitaet.pdf
Direkt zu Mona Suzann Pfeil > www.MonaSuzannPfeil.de

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Aug 06 2015

Intermezzo > Hitze, Nachbars Garten & Co.

Autor: . Abgelegt unter Alltag

35 ° C nach 21 Uhr im Arbeitszimmer – in Florida würde die Klimaanlage kühlen, in Deutschland gibt so etwas selten in Wohngebäuden. Vom Sommer hingestreckt zu werden, ist kostbar hierzulande. Man kann dies nicht zuverlässig erwarten. Es kommt auch kaum jemandem gelegen. Komisch! Erst lässt der Sommer auf sich warten, dann nimmt er einen missglückten Auftakt, weil nicht nur nachts Regen fällt – und dann erlaubt das Klima sich auch noch schwindelerregende Temperaturen.

Es ist jedes Jahr das Gleiche: kaum bremst die sogenannte Hitze die Vitalität (etwas) aus, setzt das große Bedauern ein. Dieses Funktionierenmüssen ist aber auch im Winter auffällig: Kann das Auto nur langsam und mit Risiko über glatte Straßen schleichen (man kommt ggf. zu spät!), wird das als unbillige Härte identifiziert. Taut es wochenlang nicht, ist dieses Schicksal mit Eiskratzen und Gehsteig/Straße streuen beklagenswert. Alles zehrt Energie, die man gerne anderweitig eingesetzt hätte. Gibt es dann endlich mildere Temperaturen, dann schimpft man über Matsch und Dreckspitzer …

Die Kirschen in Nachbarsgarten sind immer süßer als die eigenen. Schon Peter Alexander hat das besungen. Die Ziege, festgebunden an einem Pflock, zerrt am Strick, weil auf dem Grundstück nebenan das würzigere Gras wächst. Kommt jetzt der Einwand: „Alles Allgemeingut und nicht vieler Worte wert …“??

Anscheinend nicht gut genug bedachtes Allgemeingut! Sonst würde man sich doch vor jedem Jammern fragen: Wäre jetzt das Gegenteil besser? Warum kann ich nicht genießen oder mich wenigstens anpassen? Habe ich verlernt, mich einzulassen? Muss ich alle Gegebenheiten unter Kontrolle haben und woran wachse ich dann? Ist das Wetter nur ein willkommenes Ersatzthema, weil ich grundsätzlich zum Hadern neige?

Ich lasse das mal so offen stehen. Das ist dem Thema angemessen.

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Jul 18 2015

Das innere Korsett – Wie Frauen dazu erzogen …

Autor: . Abgelegt unter Alltag,Literatur

Dem Interview zum „Inneren Korsett“ möchte ich – mit Erlaubnis des C. H. Beck Verlages – eine Textpassage nachschieben, die uns in dem Buch von Gabriela Häfner und Bärbel Kerber ins Gehirn entführt. Dort hat man mittels bildgebender Verfahren tatsächlich Unterscheide zwischen männlichen und weiblichen Verschaltungen festgestellt – und zwar ab ca. dem 13. Lebensjahr (Seite 83/84). Warum so spät?
„Mit jeder Erfahrung, die wir machen, verbinden sich (…) neue Schaltkreise in unserem Oberstübchen. Werden dieselben Erfahrungen wieder und wieder gemacht, ergeben sich daraus im Laufe der Zeit dauerhafte neuronale Verbindungen.“
Die Fachsprache nennt das „Neuroplastizität“. Unser Gehirn wandelt sich, im Rentenalter sieht es folglich anders aus als während der Schulzeit. Die beiden Autorinnen berufen sich u. a. auf die Neurobiologin Lise Eliot. Von deren Erkenntnissen lässt sich ableiten: „…dort, wo es anfangs noch lediglich kleine Unterschiede gibt, werden diese immer größer, und zwar dadurch, dass man Mädchen und Jungen andere Angebote zum Einüben von Fertigkeiten macht. Klischees sind also alles andere als nur ein harmloser oder unterhaltsamer Zeitvertreib, sondern machtvolle Bilder, die unser Verhalten lenken können, ohne dass wir dies wollen oder ihnen etwas entgegensetzen könnten.“ ZITAT ENDE
Wie also wegkommen von den Bildern? Das Werbefernsehen versuchen schon andere Engagierte zu beeinflussen – das ist eine langwierige Angelegenheit. Auch Rollenstereotype in Unterhaltungsfilmen werden immer wieder reklamiert. Im persönlichen Umfeld im Alltag bieten sich kleine Schritte an – zum Beispiel „rollenunspezifische“ Stärken zu entdecken und zu fördern.

Bibliografisches Angaben siehe am Ende des Interviews mit Bärbel Kerber vom 21.6.2015

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Apr 24 2015

Feststecken – und dann zum Coach

Autor: . Abgelegt unter Alltag

Petra Leutbecher hilft Leuten, die feststecken. Wir fragten sie nach ihren Begegnungen und was ihre Arbeit reizvoll macht.
Frage: Was muss ich mitbringen, wenn ich mich an Sie wende?
Petra Leutbecher (PL): Mut zur Veränderung. Neugier auf das Danach, wenn die Hürden, die jetzt noch blockieren oder abschrecken, überwunden sind.
Sie coachen auch Schüler. Kommen die aus eigenem Antrieb oder werden die von den Eltern gebracht?
PL: Kinder sind von Natur aus wissbegierig. Wenn es mit dem Lernen nicht klappt, ist das eine Störung. Das empfinden sie sehr wohl. Ich nehme niemand ins Coaching, der nur fremdbestimmt anklopft, aber nicht wirklich selbst weiterkommen will. Das würde auch gar nicht funktionieren.
Was fragen Sie beispielsweise einen Schüler, den Mathe anödet?
PL: Ziele sind wichtig. Will er die Erfahrung machen, dass Mathe auch spannend sein kann? Was hält ihn davon ab, diese Erfahrung einzuleiten? Stimmt die Chemie zwischen ihm und dem Lehrer nicht? Oder haben ihn Misserfolge entmutigt?
Sie sind IPE-Kinder- und Jugendcoach. Wofür steht das IPE?
PL: Ich verwende die Methoden des Instituts für Potential-Entfaltung. Entwickelt hat sie Daniel Paasch, selbst Vater von vier Kindern. Mittels verschiedener Techniken wird versucht, die beiden Hirnhälften so zu beeinflussen, dass sich die Blockade löst und die Tür aufgeht für Neues.
Also nicht nur analysieren und motivieren mit Worten?
PL: Stimmt. Es müssen tiefere Schichten stimuliert und neu ausgerichtet werden.
Gilt das auch für Erwachsene?
PL: Ja.
Warum wollen sie gecoacht werden?
PL: Das ist sehr unterschiedlich: Burnout, Mobbing, Work-Life-Balance, Lebensumbrüche, Unzufriedenheit und Antriebslosigkeit, Eheprobleme …
Wie findet man den richtigen Coach?
PL: Ich rate grundsätzlich, sich mehrere Coaches anzusehen und dann nach dem Bauchgefühl die Wahl zu treffen.
Ist es nicht manchmal strapaziös, ständig mit frustrierten Menschen zu arbeiten? Was macht Ihre Arbeit reizvoll?
PL: Die Lernerfahrung. Als Coach muss man sich selber einschätzen lernen und seine Energie einteilen können. Daher ist es auch nicht möglich, den ganze Tag Coachings – sozusagen eines nach dem anderen – durchzuführen. Man muss lernen, eine professionelle Distanz im Gespräch zu wahren.
Welche Erfahrung sollte sich möglichst nicht wiederholen?
PL: Ich erlebe öfter, dass Kinder oder Jugendliche das Coaching gut annehmen, aber die Eltern eigentlich auch mal einige Stunden kommen sollten, es aber leider nur in den seltensten Fällen tun. Das finde ich manchmal frustrierend. Die Kinder sollen geändert werden oder sich ändern, aber die Eltern bleiben in der „alten“ Schiene.
Welche Begegnung hat Sie am meisten beeindruckt?
PL: Beeindruckende Begegnungen habe ich immer wieder. Gerade mit Jugendlichen, die schon mit 13, 14 oder 15 ausgeprägt reflektiert sind und die Dinge rasch auf den Punkt bringen können. Da macht Arbeit Spaß, und wir Erwachsenen können uns davon oft eine Scheibe abschneiden.
Was wäre für sie der „Stein des Weisen“?
PL: Wenn man auch im Coaching sofort wüsste, was „1-2-3“ hilft, denn manchmal braucht es ein wenig, um wirklich herauszufinden, wo die Uhrsache liegt und wie man diese lösen kann.
Danke für dieses Gespräch!
Wie angekündigt setzten wir die Reihe der Interviews in unregelmäßiger Folge fort.

N ä c h st e   T h e m e n :

>> Recht & Gesetz – auch Autoren müssen sich absichern

>> Wie funktioniert das innere Korsett, das Frauen bremst?

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