{"id":977,"date":"2013-03-15T14:39:02","date_gmt":"2013-03-15T12:39:02","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.journalismus-und-mehr.com\/?p=977"},"modified":"2017-09-18T20:47:38","modified_gmt":"2017-09-18T18:47:38","slug":"uber-schnipsel-sexismus-und-einen-tv-hasser","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.journalismus-und-mehr.com\/index.php\/archives\/977","title":{"rendered":"\u00dcber Schnipsel, Sexismus und einen TV-Hasser"},"content":{"rendered":"<p>17 Jahre lang gab es im Netz einen Dienst f\u00fcr Historiker, der \u201eder aktuelle Zeitungsartikel zu historischen Themen und die Debatten \u00fcber die Geschichte versammelte\u201c. Man konnte sich schnell informieren, welche Medien aktuell etwas zu welchem historischen Thema ver\u00f6ffentlichen. Ein kleiner Anrei\u00dfer und dann ein Link, so dass man nach Belieben direkt die ausf\u00fchrliche Version des Autors anklicken konnte.<\/p>\n<p>Der kleine Anrei\u00dfer ist ein Textschnipsel und hei\u00dft Snippet. Stets ist darauf zu achten, dass er nicht zu lang geraten darf, weil man sonst unzul\u00e4ssig geistiges Eigentum klaut. Das soll mit dem Leistungsschutzrecht nun genauer gekl\u00e4rt werden, was dazu aber leider keine ausreichende Handhabe liefert. Also ist unklar, ab wann man sich strafbar macht mit einem Snippet. Und dieses Risiko wollte der Nachrichtendienst nicht eingehen. Deshalb stellt er nun keine Presseschau-Schnipsel \u2013 siehe http:\/\/www.nfhdata.de\/ \u2013 mehr bereit.<\/p>\n<p>Auch f\u00fcr jene Zeitungsseiten, auf die man weiterklicken konnte, bedeutet das einen Besucher-R\u00fcckgang, weshalb bei <a title=\"Schmalenstroer.net\" href=\"http:\/\/schmalenstroer.net\/blog\/\">Schmalenstroer.net<\/a> am 6.3.2013 von einer \u201eklassischen Lose-Lose-Situation\u201c die Rede ist. Anlass genug, sich sp\u00e4testens jetzt \u00fcber das Leistungsschutzrecht zu informieren \u2013 zum Beispiel bei wikipedia &gt;&gt; http:\/\/url9.de\/zbW<\/p>\n<p>Neben dem Leistungsschutzrecht macht weiteres Thema nun seit etlichen Wochen Furore: der allt\u00e4gliche Sexismus \u2013 insbesondere in der journalistischen Arbeitswelt. Hierzu fand ich hier einen lesenswerten Artikel http:\/\/url9.de\/zbY. \u00a0Ich greife einen Aspekt heraus und verk\u00fcrzte ihn auf die Formel: <span style=\"color: #0000ff;\"><i>Wenn ich mich immer vorsehen muss, keinen Anlass f\u00fcr sexistische Gedanken zu liefern, macht das das Leben echt anstrengend.<\/i> <\/span><\/p>\n<p>Abgesehen von der vergeblichen M\u00fche (auch im z\u00fcchtigen Nadelstreifen-Hosenanzug kann man die Gedanken des Gegen\u00fcbers nicht lenken oder kontrollieren) ist geschlechtliche Neutralit\u00e4t weder herstellbar noch erstrebenswert. Und der Rat, dass man Impulse erst daraufhin \u00fcberpr\u00fcfen sollte, ob man sie f\u00fcr die eigene Tochter\/Frau\/Schwiegermutter als zumutbar empfindet (bevor man sie tats\u00e4chlich raus l\u00e4sst), k\u00f6nnte wirklich Gedankenloses bzw. Anz\u00fcglichkeiten vermeiden helfen.<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">Buchtipp:<\/span> Wer sich gerne am geistigen Eigentum von Joachim Geil erfreuen m\u00f6chte, kann dies mit <span style=\"color: #0000ff;\"><strong>\u201eTischlers Auftritt\u201c<\/strong><\/span> tun. Der Roman reflektiert das Lebensgef\u00fchl der 1970er-Jahre. Meine Rezension <span style=\"color: #ff0000;\"><strong>\u201eEigenborstige\u201c Mitl\u00e4ufer-Erinnerungen<\/strong><\/span> beginnt so:<\/p>\n<p>Ernst Ewald Tischler f\u00fchrt sich nicht als sympathischer Mensch ein. Doch der Pf\u00e4lzer w\u00e4chst dem Leser \u00fcber die knapp 500 Seiten des Romans ans Herz, indem er als Ich-Erz\u00e4hler die 1970er-Jahre und ihr Flair fantasiereich vergegenw\u00e4rtigt. Die Suche nach der Logik seiner eigenen Lebensgeschichte s\u00e4umt den Weg ins TV-Kochstudio zu \u201eTischlers Auftritt\u201c, der titelgebend wird, da er den Protagonisten endlich \u00fcber das Mitl\u00e4ufertum hinausheben soll, das ihm seit den 1968er-Jahren anhaftet. Das hat sich der Autor Joachim Geil fein ausgedacht. Weiterlesen &gt;&gt; http:\/\/url9.de\/zca<\/p>\n<p><span style=\"color: #0000ff;\">PS.: Besonders gefallen wird das Buch jenen, die in mindestens einer Phase ihres Lebens das Fernsehen als Medium f\u00fcr schuldig am \u201eallgemeinen Niedergang\u201c einstuften oder manche Programmteile immer noch \u201ezum Kotzen\u201c finden. <\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>17 Jahre lang gab es im Netz einen Dienst f\u00fcr Historiker, der \u201eder aktuelle Zeitungsartikel zu historischen Themen und die Debatten \u00fcber die Geschichte versammelte\u201c. Man konnte sich schnell informieren, welche Medien aktuell etwas zu welchem historischen Thema ver\u00f6ffentlichen. 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