{"id":512,"date":"2010-10-10T23:28:01","date_gmt":"2010-10-10T21:28:01","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.journalismus-und-mehr.com\/?p=512"},"modified":"2017-09-18T20:47:42","modified_gmt":"2017-09-18T18:47:42","slug":"91-jahre-reparationen-gezahlt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.journalismus-und-mehr.com\/index.php\/archives\/512","title":{"rendered":"91 Jahre Reparationen gezahlt!"},"content":{"rendered":"<p>Es war nur eine kurze Meldung im \u00f6ffentlich-rechtlichen tv-Morgenmagazin: die Reparationszahlungen f\u00fcr den 1. Weltkrieg enden. Dass sich eine Firma aus Tampa, Florida, mit weiteren Forderungen an die Bundesregierung gewendet hatte, schien kurios. Abwarten, ob die Berichterstatter dar\u00fcber noch einmal stolpern.<\/p>\n<p>Insgesamt war das Thema nicht im Vordergrund. Anscheinend ist es nicht von Belang, wo unser Geld hinflie\u00dft. Und auch nicht aus welchem Grund. Da bleibt doch ein mulmiges Gef\u00fchl in der Magengegend! Warum fallen geschichtliche Zusammenh\u00e4nge hinten runter &#8211; in Zeiten von &#8220;bad bank &amp; co&#8221;? Gibt es da \u00fcbergeordnete Interessen, die mit Stillschweigen am besten bedient sind?<\/p>\n<p>Festgeschrieben wurden die Zahlungen &#8220;<strong>im umstrittenen Versailler Vertrag von 1919&#8243;. Also vor 91 Jahren! (Nicht auszudenken, wenn die HRE h\u00e4tte \u00e4hnlich lange zahlen sollen. Aber das ist eine ganz andere Baustelle!)<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p><em><strong>Wenigstens der Deutschlandfunk stellte ein Interview dazu online:<\/strong><\/em><strong><em><a href=\" http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/europaheute\/1286932\/\" target=\"_blank\"> <\/a><\/em><\/strong><a href=\" http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/europaheute\/1286932\/\" target=\"_blank\">http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/europaheute\/1286932\/<\/a>. Auch die &#8220;Welt&#8221; griff das Thema auf. In ihrem Bericht fand sich der Satz: &#8220;Der Bundesrepublik wurden zwar zahlreiche Schulden erlassen, aber am  Ende blieben doch Anspr\u00fcche von knapp 30 Milliarden D-Mark.  Einvernehmlich mit 70 Gl\u00e4ubiger-Staaten verabredete die deutsche  Delegation sehr g\u00fcnstigen R\u00fcckzahlungsmodalit\u00e4ten.&#8221;<a href=\" http:\/\/www.welt.de\/channels-extern\/ipad\/titelseite_ipad\/article9932287\/Deutschlands-Reparationen-laufen-aus.html\" target=\"_blank\"> http:\/\/www.welt.de\/channels-extern\/ipad\/titelseite_ipad\/article9932287\/Deutschlands-Reparationen-laufen-aus.html<\/a><\/p>\n<p>Was sagt man dazu? So viel hatten wir zu schultern? Die, die 1919 alles unterschrieben, sind l\u00e4ngst nicht mehr am Leben. Wir, die Nachkommen, zahlten all die Jahre, weil Deutschland nicht als s\u00e4umiger Schuldner dastehen wollte. Aber gewusst haben wohl die wenigsten von diesem Sachverhalt!<\/p>\n<p>Schade! Sollte etwa verhindert werden, dass Stolz dar\u00fcber aufk\u00e4me, so viel &#8220;stemmen&#8221; zu k\u00f6nnen zur Beseitigung von &#8220;Altlasten&#8221;? Dieses Daf\u00fcr-gerade-Stehen ist ja heutzutage nicht mehr \u00fcberall \u00fcblich. Wieder ein Gebiet, auf dem es Parallel-Welten gibt &#8230;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es war nur eine kurze Meldung im \u00f6ffentlich-rechtlichen tv-Morgenmagazin: die Reparationszahlungen f\u00fcr den 1. Weltkrieg enden. Dass sich eine Firma aus Tampa, Florida, mit weiteren Forderungen an die Bundesregierung gewendet hatte, schien kurios. Abwarten, ob die Berichterstatter dar\u00fcber noch einmal stolpern. Insgesamt war das Thema nicht im Vordergrund. 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