{"id":1616,"date":"2019-03-16T12:30:35","date_gmt":"2019-03-16T10:30:35","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.journalismus-und-mehr.com\/?p=1616"},"modified":"2019-03-22T12:30:27","modified_gmt":"2019-03-22T10:30:27","slug":"gelingt-genial-sein-an-kurzer-leine","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.journalismus-und-mehr.com\/index.php\/archives\/1616","title":{"rendered":"Gelingt genial sein an kurzer Leine?"},"content":{"rendered":"<p>Wieder einmal ist mir zu einem Wort die deutsche \u00dcbersetzung nicht eingefallen. Auf google translate kommt \u201eschrecklich\u201c. Ich bin zufrieden und lese weiter in dem Artikel, der von der Phantasie in der amerikanischen Filmindustrie handelt. Dann taucht das gleiche Wort wieder auf. Diesmal passt die \u00dcbersetzung \u201eschrecklich\u201c ganz und gar nicht. \u201eawsome\u201c hatte ich beim Translater eingetippt und dabei ein \u201ee\u201c unterschlagen. Awesome = GENIAL und diese Eigenschaft passt besser.<\/p>\n<p>Wie inspirierend, dass \u201eschrecklich\u201c und \u201egenial\u201c so eng beieinander liegen! Wenn jemand \u201eschrecklich genial\u201c ist, bedeutet das so viel wie unfassbar einfallsreich, nicht wahr? Der Einfallsreichtum in Deutschland bleibt hinter dem amerikanischen zur\u00fcck. Davon handelt der Artikel. Unsere Fernseh-Serien seien dr\u00f6ge, die der Amerikaner spritzig. Das ist nichts Neues. Aber warum ist das so?<\/p>\n<p>Das soll uns hier nicht weiter k\u00fcmmern. (Interessierte werden hier f\u00fcndig &gt; <u><a href=\"https:\/\/kurzelinks.de\/2yld\">https:\/\/kurzelinks.de\/2yld<\/a> &#8211; 16.3.2019<\/u>) Denn f\u00fcr mich schlie\u00dft sich hier das Thema \u201eLeidenschaft\u201c an, zu dem ich neulich ebenfalls einen sehr aufschlussreichen Artikel gelesen habe. Es ging um die Begeisterung f\u00fcr den Job, den man sich ertr\u00e4umt und evtl. sogar ergattert. Stimmen die Entfaltungsm\u00f6glichkeiten und lassen Erfolge die Spannkraft wachsen, dann bl\u00e4ht sich die T\u00e4tigkeit oft genug bis zur Selbstausbeutung auf. St\u00e4ndige Verf\u00fcgbarkeit steht hoch im Kurs, wird allseits goutiert. Dazu fiel mir dann spontan ein Zitat von Helmut Kohl ein: \u201e<strong>Entscheidend ist, was hinten rauskommt.\u201c <\/strong>(1984) Die Frage ist: <em><strong>F\u00dcR WEN? <\/strong><\/em>Der Ausgebeutete steht eines Tages blutleer da, w\u00e4hrend f\u00fcr seine Abnehmer bzw. Weiterverwerter ein erklecklicher Gewinn herausgesprungen sein mag (oder auch nicht).<\/p>\n<p>So viel ist gewiss: das Haushalten mit den eigenen Kr\u00e4ften liegt in der Verantwortung des Einzelnen. Die Verf\u00fchrung durch Lob und Anerkennung hat schon manchen Journalisten dazu verf\u00fchrt, seine berufliche Leidenschaft querzufinanzieren: um die schlecht bezahlte Zeit f\u00fcr Reportagen auszugleichen, sitzt manche\/r an der Supermarktkasse, f\u00e4hrt Taxi oder geht in einen Gro\u00dfkonzern B\u00fcros &amp; Klos putzen. Auch in anderen Branchen gibt es das Ausweichen auf Parallel-Jobs, die die Balance zwischen Sinnstiftendem und Broterwerb sichern (helfen sollen).<\/p>\n<p>Bisher kommen wir hierzulande so \u00fcber die Runden \u2013 doch ist das ein guter N\u00e4hrboden f\u00fcr Einfallsreichtum und z\u00fcndende Zukunftsideen? Wir sind Gott sei Dank ein sicheres Land, aber m\u00fcssen wir wirklich jede Kleinigkeit absichern und kontrollieren, statt l\u00e4ngere Leine zu lassen und gr\u00f6\u00dfere Freiheiten einzur\u00e4umen? Wie oft rauben uns Vorschriften den Nerv, deren Notwendigkeit schwer einzusehen ist. Ob nun im Baugewerbe, bei der Stromversorgung und M\u00fcllentsorgung oder in der Steuerb\u00fcrokratie. Man hat vereinzelt sogar schon B\u00fcrokratieabbaugesetze erlassen, von denen jedoch keine fl\u00e4chendeckende Signalwirkung ausging. Auch kuriose EU-Vorschriften wurden schon oft und lauthals angeprangert \u2013 mit welchen Konsequenzen?<\/p>\n<p><span style=\"color: #993366;\"><em>Ich muss diesem Blog-Beitrag einen offenen Ausgang lassen. Ich habe keine Idee zur Abhilfe dieser Schwerf\u00e4lligkeit. <\/em><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #993366;\"><strong><em>Aber es freut mich, dass Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler anfangen zu streiken und dass die schwedische Umweltaktivistin Greta Thunberg so viel Medien-Echo erntet. Jugend st\u00f6\u00dft Zukunft an, r\u00fcttelt uns wach! Das kann nur ansteckend sein \u2026<\/em><\/strong><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"color: #808080;\">PS.: Ich selbst habe unz\u00e4hlbar viele N\u00e4chte journalistisch durchgearbeitet, bin jobm\u00e4\u00dfig \u00fcberwiegend mehrgleisig gefahren, deshalb f\u00fchlte ich mich von dem ZEIT-Artikel von Merle Schmalenbach (3.1.2019) inspieriert &gt; https:\/\/kurzelinks.de\/i3xb<\/span><\/span><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.journalismus-und-mehr.com\/leidenschaft-bei-der-arbeit\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-1624 aligncenter\" src=\"https:\/\/blog.journalismus-und-mehr.com\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Leidenschaft-bei-der-Arbeit-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"253\" height=\"253\" \/><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wieder einmal ist mir zu einem Wort die deutsche \u00dcbersetzung nicht eingefallen. Auf google translate kommt \u201eschrecklich\u201c. 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