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	<title>Renate-Susanne-Telegramm &#187; Schauer</title>
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	<description>Memoreporting und German Radio Tampa</description>
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		<title>Frauen-Lippen &amp; Männer-Urin &#8211; wen juckt&#8217;s?</title>
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		<pubDate>Sun, 05 Feb 2012 21:05:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Schauer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein/Politik]]></category>
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		<description><![CDATA[Wo möchte ich reinpinkeln? Es geht nicht um Nachttopf oder Thermoskanne, sondern um Kunst. Um teure Kunst. Erschwerender Umstand in diesem Fall: Kunst in Anlehnung an Pop und Rock’n Roll. Ein Urinal ist ins Gerede gekommen. Es geht also nicht um die Damen-Toilette. Um Frauen geht es trotzdem. Aber der Reihe nach. Das Rolling-Stones-Museum wurde [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wo möchte ich reinpinkeln? Es geht nicht um Nachttopf oder Thermoskanne, sondern um Kunst. Um teure Kunst. Erschwerender Umstand in diesem Fall: <strong><em>Kunst in Anlehnung an <span style="color: #ff00ff;">Pop und Rock’n Roll</span>.</em></strong></p>
<p>Ein Urinal ist ins Gerede gekommen. Es geht also nicht um die Damen-Toilette. Um Frauen geht es trotzdem. Aber der Reihe nach.</p>
<p>Das Rolling-Stones-Museum wurde 2011 eröffnet -  in Lüchow. Man erinnert sich: Lüchow war immer im Gespräch wegen Demonstranten („Quertreibern“) politischer Art. Von dem Image hätte man nun ins Positive ablenken können mit dem Museum, in dem mehr als 5000 Exponate Stones-Fans und andere BesucherInnen in ihren Bann ziehen (können).</p>
<p>Aber nun mokieren sich andere <em>QuertreiberInnen</em>. Am publikumswirksamsten vielleicht <strong>Luise F. Pusch</strong>. Die Sprachwissenschaftlerin widmete den<span style="color: #ff00ff;"> <strong>„Kisses“</strong></span> &#8211; so heißen die Urinale auf der Herrentoilette in dem Stones-Museum – in ihrem Blog „Laut und Luise“ eine deftige Glosse &gt; <strong><a href="http://www.fembio.org/biographie.php/frau/blog" target=_blank>www.fembio.org/biographie.php/frau/blog</a></strong> am 3.2.2012 &gt; unbedingt lesen, da ich die Argumente hier nicht wiederhole. Die Männer pinkeln in geschminkte Münder &#8211; geiler Kunstgriff, oder?</p>
<p>Mir kräuselten sich die Lippen, mit angesäuertem Gesicht machte ich mich auf die Suche und empfehle &gt; das <span style="color: #0000ff;"><em>NDR Kulturjournal vom 23.05.2011</em></span>, zu finden auf der Seite <a href="http://www.stonestreff.com/rolling_stones_museum_videos.html." target=_blank>www.stonestreff.com/rolling_stones_museum_videos.html.</a> Auf dieser Seite gibt es noch mehr Videos zu dem Thema. Je nach Neigung kann man/frau sich vertiefen.</p>
<p><strong>KUNST DARF ALLES</strong> schallt es irgendwo von den Wänden. Die Wände meines Redaktionsbüros werfen allerdings eine zweiteilige Frage zurück: Welche Motive würden Damenklos attraktiver machen und würdest Du da hinein ausscheiden wollen, was Dein Körper nach den Verdauungsprozess absondert &#8211; egal, was die Keramik-Künstlerin dafür in Rechnung gestellt hat?</p>
<p>Nun bin ich – Satire hin oder her – zur Anschaulichkeit ein paar Beispiele schuldig: Ich versuche es mit Torte … igitt. Ich versuche es mit Buch … auch daneben. Ich versuche es mit … Ach, da fällt mir schon nix mehr ein, denn das ganze Spiel ist so abartig, dass es meine Phantasie nicht beflügelt. Es stupft sie allerhöchstens für ein paar Sekunden an und landet schnell an einer Schranke. Da dieses Thema nicht lebenswichtig ist, akzeptiere ich diese Schranke. Ich will nicht weiter drüber nachdenken. <strong><span style="color: #ff00ff;">Aber ich wäre nie darauf gekommen, dass man(n) Männern SOWAS anbietet!</span></strong></p>
<p><strong><em>Danke für die Spitze Feder von Luise F. Pusch gegen diese Zumutung! </em></strong><span style="color: #0000ff;">Ich schlage vor, demonstrativ die Damen-Toilette des Museums für jene Männer zu öffnen, die andere Wege gehen wollen. Meinetwegen mit einem einladenden Gästebuch für Kommentare! Über die künstlerisch gestaltete Form des Kugelschreibers könnte man noch reden. Die gefühlte Zwickmühle sollte schon unvergesslich griffig sein!<br />
</span></p>
<p><span style="color: #0000ff;"><br />
</span></p>
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</script><span class = ""  style = "  float: left; "><fb:like href="http://blog.journalismus-und-mehr.com/index.php/archives/763" send = "false" layout="standard" show_faces="false" width="" action="like" colorscheme="light" font="" /></span><div class="tweetthis" style="text-align:left;"><p> <a class="tt" href="http://twitter.com/intent/tweet?text=Frauen-Lippen+%26+M%C3%A4nner-Urin+%E2%80%93+wen+juckt%E2%80%99s%3F+http%3A%2F%2Fblog.journalismus-und-mehr.com%2F%3Fp%3D763" title="Post to Twitter"><img class="nothumb" src="http://blog.journalismus-und-mehr.com/wp-content/plugins/tweet-this/icons/en/twitter/tt-twitter-big3.png" alt="Post to Twitter" /></a></p></div>]]></content:encoded>
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		<title>Zukunftsgeschichten</title>
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		<pubDate>Wed, 25 Jan 2012 03:46:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Schauer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein/Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[2037]]></category>
		<category><![CDATA[Koerber Stiftung]]></category>
		<category><![CDATA[Nielsen]]></category>

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		<description><![CDATA[Auch wenn der Januar weit fortgeschritten ist, beguenstigt es die Jahresaufbruchstimmung, Zukunftsgeschichten auf den Schirm zu heben. Zumal diese hier a) ein Lese- und b) ein Hoererlebnis sind. Mit b) moechte ich beginnen, weil das mit Susanne Nielsen zu tun hat, jene Susanne, die im Namen dieses Blogs verewigt ist. Susanne macht in West-Florida Radio [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auch wenn der Januar weit fortgeschritten ist, beguenstigt es die Jahresaufbruchstimmung, Zukunftsgeschichten auf den Schirm zu heben. Zumal diese hier a) ein Lese- und b) ein Hoererlebnis sind.</p>
<p>Mit b) moechte ich beginnen, weil das mit <span style="color: #ff0000;"><em>Susanne Nielsen</em></span> zu tun hat, jene Susanne, die im Namen dieses Blogs verewigt ist. Susanne macht in West-Florida Radio – dies neuerdings ohne Studio, dafuer als Produktion im Internet. So kommt man weltweit in Genuss, ihre Bruecke von Florida in die restliche (deutschsprachige) Welt anzuhoeren, ohne vorher reisen zu muessen. Die Sendung – deren zweiteiligen Rueckblick auf Ereignisse in 2011 ich mitgestaltete – ist abrufbar unter  <a href="http://germanradioshow.blogspot.com/">http://germanradioshow.blogspot.com/</a> (auf den Pfeil klicken!). <strong>Die langjaehrige Tradition der Sendung </strong>ist nachzulesen unter <a href="http://www.wochenpostusa.com/2011/Funksendung.htm" target="_blank">http://www.wochenpostusa.com/<wbr>2011/Funksendung.htm</wbr></a></p>
<p>Die Entwicklung der Sendung von der regionalen Ausstrahlung in Westflorida hin zu einer Internetverbreitung weltweit verfolge ich mit gespannter Aufmerksamkeit, denn <strong>Medien, ihre Umbruchsituationen und Qualitaetsstandards  beschaeftigen mich regelmaessig in diesem Blog.</strong></p>
<p>a)    Zukunftsgeschichte Nr. 2 verdanken wir <strong>Birgit Gebhardt</strong> und der <strong>edition Koerber-Stiftung</strong>. Ihr Buch traegt den Titel <strong>2037 – Unser Alltag in der Zukunft</strong> (409 Seiten, 2011, 16 Euro, ISBN 978-3-89684-086-8). Die Autorin ist Trendforscherin in Hamburg. Sie entwirft hier Szenarien anhand von drei ProtagonistInnen und ergaenzt diese Episoden jeweils mit einem Faktenteil. Denn – so die Koerber-Stiftung – „die genaue Beoachtung der Gegenwart eroeffnet Perspektiven, die plausible Prognosen erlauben.“</p>
<p>Ich empfehle das Buch, da es unterhaltsam und erhellend zugleich ist. Sowohl Skeptiker als auch Fortschrittsglaeubige kommen auf ihre Kosten! Ob alle Protagonisten glaubwuerdig entworfen sind, kann man bei dieser Art von Lektuere getrost vernachlaessigen. Denn wichtig ist vielmehr die Auseinandersetzung mit dem, was uns bluehen koennte. Das befluegelt die Phantasie in einem positiven Sinn!</p>
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</script><span class = ""  style = "  float: left; "><fb:like href="http://blog.journalismus-und-mehr.com/index.php/archives/758" send = "false" layout="standard" show_faces="false" width="" action="like" colorscheme="light" font="" /></span><div class="tweetthis" style="text-align:left;"><p> <a class="tt" href="http://twitter.com/intent/tweet?text=Zukunftsgeschichten+http%3A%2F%2Fblog.journalismus-und-mehr.com%2F%3Fp%3D758" title="Post to Twitter"><img class="nothumb" src="http://blog.journalismus-und-mehr.com/wp-content/plugins/tweet-this/icons/en/twitter/tt-twitter-big3.png" alt="Post to Twitter" /></a></p></div>]]></content:encoded>
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		<title>Willkommen in 2012 &gt; Medien, stellt Euch!</title>
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		<pubDate>Sun, 15 Jan 2012 04:12:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Schauer</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Peter Krieg]]></category>
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		<description><![CDATA[Ein gutes 2012 wuensche ich den LeserInnen meines Blogs! Ich gehe mit dem Thema schwanger, dass die Medien in einer reflexionsbedingten Aenderung begriffen sind, die noch einige Zeitungsartikel und andere Medienbeitraege beschaeftigen werden. Juengstes Beispiel ist das Spiel von BILD mit dem Bundespraesidenten. Sogar Guenter Wallraff hat sich dazu zu Wort gemeldet. Jetzt fordert die taz [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><span style="color: #ff0000;">Ein gutes 2012 </span></strong><strong><span style="color: #ff0000;">wuensche ich den LeserInnen meines Blogs!</span></strong> Ich gehe mit dem Thema schwanger, dass die Medien in einer reflexionsbedingten Aenderung begriffen sind, die noch einige Zeitungsartikel und andere Medienbeitraege beschaeftigen werden. Juengstes Beispiel ist das Spiel von BILD mit dem Bundespraesidenten. Sogar Guenter Wallraff hat sich dazu zu Wort gemeldet. Jetzt fordert die taz den BILD-Chefredakteur zur Transparenz heraus. (Ehrlichkeit waere wohl utopisch.)</p>
<p>Damit geht der Wunsch in Erfuellung, die Medien moegen sich selbst als Player und Thema begreifen und nicht laenger leugnen, dass sie auf das Geschehen einwirken. Auch dann, wenn sie sich noch so sehr um Neutralitaet bemuehen sollten. In grauer Vorzeit gab es beruehmte Chronisten und Reporter, die ihre Berichte in der Ich-Form abfassten. Das war fuer sie kein Freibrief zur Subjektivitaet. Vielmehr waren sie sich bewusst, dass bereits ihre Anwesenheit die Szenerie  beeinflusste.</p>
<p>Das erinnert mich an eine ganz fruehe Begebenheit in meinem JournalistInnenleben: In Schwaebisch Gmuend wurde &#8220;Septemberweizen&#8221; (1980) von Peter Krieg im Kino KKF gezeigt. Ein Film, der betroffen macht und auch heute noch sehenswert ist. Die Filmemacher standen nach der Auffuehrung dem Publikum Rede und Antwort. Ich sollte nicht nur ueber diese Veranstaltung fuer die Gmuender Tagespost berichten, sondern den Artikel auch mit einem Foto illustrieren.</p>
<p>Ein Blitzlicht passte nun ganz und gar nicht zu dem ernsten Thema und den tief bewegten Zuschauern. Ich wuerde damit die Stimmung stoeren und Atmosphaere in diesem kleinen Kino um einige Momente veraendern. Das war mir klar. Aber Auftrag ist Auftrag. Also entschuldigte ich mich fuer die Fotografiererei, und setzte mich nach den Aufnahmen wieder in die Reihe unter all die Diskutanten. An diesem Abend habe ich nicht nur viel gelernt ueber das Spiel mit der Lebensmittelverteilung auf der Welt, sondern auch ueber den Job, in den ich ja erst hineinwachsen wollte.</p>
<p>Es ist nicht immer angenehm, als JournalistIn unterwegs zu sein. Nicht nur dann, wenn man unbequeme Fragen stellen soll und will und dabei auf Gegenwind stoesst. Sondern auch dann, wenn es offensichtlich ist, dass einige befremdende Momente durch eben jenen Job verursacht werden, den man leidenschaftlich gerne zum Wohle der Zukunft Aller gewissenhaft erfuellen moechte. Aber man hat keine Chance, unsichtbar zu agieren. Die Arbeit ist oeffentlich. Und sie ist fuer die Beteiligten an der betreffendend Szenerie nicht neutral, sondern ein nicht einschaetzbarer Aspekt. Damit beeinflusst sie den Augenblick oder einen laengeren Zeitabschnitt, vielleicht eine Aeusserung, voruebergehend womoeglich eine Haltung und ggf. noch Anderes. Und diesen Einfluss gilt es nun ehrlich einzugestehen und zu reflektieren. Das ist einer von mehreren notwendigen Schritten, um sich und der eigenen Zunft besser auf die Schliche zu kommen &#8211; in einem positiven und konstruktiven Sinne!</p>
<p>Nach dem Kino-Abend bestaerkten mich positive Rueckmeldungen, weiterhin einfuehlsam und ruecksichtsvoll in meinem Beruf zu bleiben. Eigenschaften, die mit der Hatz ums beste Foto und die tollste Story nahezu unvereinbar sind. Mir war es vergoennt, andere Felder des Journalismus zu bestellen, wo Ellbogenarbeit nicht ausschlaggend war. Aber die Entscheidung fuer diese Richtung war eine bewusste. Und genau so viel Bewusstheit wuensche ich allen Sektoren und Ebenen in dieser Profession!</p>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong>Hintergrund:</strong></span> Fort mit Kommunikationsbarrieren &#8211; Erwaegungen zur Rolle des Journalismus in der digitalen Medienwelt &gt;&gt; <a href="http://www.nzz.ch/nachrichten/kultur/medien/fort_mit_kommunikationsbarrieren_1.14038105.html">www.nzz.ch/nachrichten/kultur/medien<br />/fort_mit_kommunikationsbarrieren_1.14038105.html</a></p>
<p><strong>Septemberweizen</strong> kann man uebrigens im Internet ansehen unter &gt; <a href="http://video.google.com/videoplay?docid=-1699783853400670784">http://video.google.com/videoplay?docid=-1699783853400670784</a> &gt; Der Film erhielt den Deutschen Filmpreis 1981 und den Adolf Grimme Preis 1981.</p>
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</script><span class = ""  style = "  float: left; "><fb:like href="http://blog.journalismus-und-mehr.com/index.php/archives/745" send = "false" layout="standard" show_faces="false" width="" action="like" colorscheme="light" font="" /></span><div class="tweetthis" style="text-align:left;"><p> <a class="tt" href="http://twitter.com/intent/tweet?text=Willkommen+in+2012+%3E+Medien%2C+stellt+Euch%21+http%3A%2F%2Fblog.journalismus-und-mehr.com%2F%3Fp%3D745" title="Post to Twitter"><img class="nothumb" src="http://blog.journalismus-und-mehr.com/wp-content/plugins/tweet-this/icons/en/twitter/tt-twitter-big3.png" alt="Post to Twitter" /></a></p></div>]]></content:encoded>
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		<title>Krimis mit Bezug zu Stuttgart 21</title>
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		<pubDate>Sun, 11 Dec 2011 00:05:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Schauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Vier Bücher mit Bezug zu Stuttgart 21 stellt diese Sammelrezension vor: http://www.literaturkritik.de/public/rezension.php?rez_id=15&#8230;  Der Autor Stefan Schweizer findet &#8220;Glasklar. Der neunte Fall für August Häberle&#8221; von Manfred Bomm (2009, 471 Seiten, 11,90 €) am überzeugendsten. Darüber hinaus lohnt sich &#8220;Die letzte Flucht&#8221; von Wolfgang Schorlau. Er gilt laut http://www.krimi-forum.de als &#8220;einer der wichtigsten deutschsprachigen Autoren politischer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vier Bücher mit Bezug zu Stuttgart 21 stellt diese Sammelrezension vor: <a href="http://www.literaturkritik.de/public/rezension.php?rez_id=15145" target="_blank">http://www.literaturkritik.de/public/rezension.php?rez_id=15&#8230;  </a>Der Autor Stefan Schweizer findet &#8220;Glasklar. Der neunte Fall für August Häberle&#8221; von Manfred Bomm (2009, 471 Seiten, 11,90 €) am überzeugendsten.</p>
<p>Darüber hinaus lohnt sich &#8220;Die letzte Flucht&#8221; von Wolfgang Schorlau. Er gilt laut <a href="http://www.krimi-forum.de/" target="_blank">http://www.krimi-forum.de</a> als &#8220;einer der wichtigsten deutschsprachigen Autoren politischer Kriminalaromane&#8221;, lebt und arbeitet in Stuttgart. Nun hat er den Stuttgarter Privatvermittler Georg Dengler in seinen sechsten Fall geschickt, der Haarsträubendes über die Pharmaindustrie enthüllt.<br />
Das interessante Nachwort vom Juli 2011 informiert uns über &#8220;Finden und Erfinden&#8221;. Schorlau gesteht: &#8220;Ich schrieb diesen Roman, um zu verstehen, wie das Gesundheitswesen funktioniert. Nun weiß ich es. Ich stehe immer noch unter Schock.&#8221;<br />
Stuttgart 21 wird beiläufig, aber eindrücklich thematisiert, weil Denglers Sohn Jakob dort aktiv ist. Zudem <strong><span style="color: #000000;">widmet</span></strong> Schorlau das Buch ausdrücklich &#8220;<span style="color: #0000ff;"><em>den mutigen Stuttgarter Jugendlichen (&#8230;), die sich am 30. September 2010 im Stuttgarter Schlossgarten mit Sitzblockaden gegen die Zerstörung ihrer Stadt gewehrt haben</em></span>.&#8221;</p>
<p>Die unaufgeregte Erzählweise ist für die Spannung und Enthüllung nützlich. Einige Passagen über die Bestechungen der Verordner (Ärzte) fand ich zwar zu &#8220;ausgewalzt&#8221;, aber den Spaß am Lesen beeinträchtigen sie nicht. Schorlau dreht immer rechtzeitig bei, bevor sich etwas ins Komplizierte verzweigen könnte.</p>
<p>Abschließend sei &#8220;Blutsauger&#8221; empfohlen &#8211; ein Schwabenkrimi ohne Bezug zu Stuttgart 21.  Stolze 511 Seiten mutet Autor Manfred Bomm hier der Leserschaft zu. Trotzdem sind die Verwicklungen übersichtlich strukturiert, die Spannung ist wohl gesetzt, das Schwäbische nicht übertrieben.<br />
Es geht um Blut, das aus medizinischen Gründen interessant, aber schwer zu beschaffen ist. Folglich hängt da mehr dran als Forschergeist &#8211; es geht um viel Geld. Und weil dieses Forschungsgebiet heikel ist, haben die Beteiligten einiges zu verbergen.<br />
Kriminalist Linkohr bekommt es zunächst mit zwei Todesfällen zu tun, bei denen angeblich keine Fremdeinwirkung feststellbar ist. Doch im Laufe der Ermittlungen &#8211; die sehr zugunsten der Helfenstein Klinik in Geislingen an der Steige skizziert werden &#8211; nähren Ungereimtheiten Zweifel, die zu weitreichenden Recherchen führen. Klar, dass dann Kommissar Häberle gerufen wird und seine tragende Rolle (es ist sein elfter Fall) unaufdringlich und am Rande wahr nimmt.<br />
<em>(Gesellschaftskritik bringt der Journalist und Autor Manfred Bomm in all seinen Krimis zuverlässig unter.)</em></p>
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		<title>„Tinkers“ &#8211; hochgejubelt und verworren</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Dec 2011 23:09:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Schauer</dc:creator>
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		<category><![CDATA[hochgejubelt]]></category>
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		<category><![CDATA[Pulitzerpreis]]></category>
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		<category><![CDATA[Uhrmacher]]></category>
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		<description><![CDATA[Erst schmorte der Roman lange in der Schublade, dann kam in Amerika der bejubelte Durchbruch. Doch mich überzeugte er nicht: &#160; Dem Uhrmacher schlägt die Stunde &#160; Wenn ein Roman schon „Kesselflicker“ (so die Übersetzung des Originaltitels „Tinkers“) heißt, lässt das raue Lebensbedingungen und entsprechend ungewöhnliche Verflechtungen erwarten, garniert mit Abenteuern, die weite Wege und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Erst schmorte der Roman lange in der Schublade, dann kam in Amerika der bejubelte Durchbruch. Doch mich überzeugte er nicht: </em></p>
<p>&nbsp;</p>
<h1><strong>Dem Uhrmacher schlägt die Stunde</strong></h1>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wenn ein Roman schon „Kesselflicker“ (so die Übersetzung des Originaltitels „Tinkers“) heißt, lässt das raue Lebensbedingungen und entsprechend ungewöhnliche Verflechtungen erwarten, garniert mit Abenteuern, die weite Wege und die Unberechenbarkeit der Natur mit sich bringen. Zumal wenn der Pulitzerpreis, den dieser Romanerstling von Paul Harding erhielt, angeblich eine „Hymne auf das Leben“ auszeichnet, in der uns die Protagonisten – so die Jury – „zeigen, wie man die Welt und die Sterblichkeit neu wahrnehmen kann“. Doch der Roman irritiert mit seinen Sprüngen in Zeit und Perspektiven mehr, als dass er packend unterhält.</p>
<p>Vielleicht ist das Manuskript zunächst deshalb von so vielen Lektoren und Literaturagenturen abgelehnt worden, bevor es seinen Siegeszug auf dem amerikanischen Buchmarkt antreten konnte: Da will jemand kraftvoll und poetisch etwas erzählen, ein großes Generationenbild von Vater, Sohn und Großvater nahe bringen – und dennoch bleibt der Eindruck des Fragmentarischen, das seine Relevanz als Romanstoff an vielen Stellen nicht hinlänglich beweisen kann. <strong><em>Rezension zu Ende lesen:</em></strong> &gt; <a href="http://www.literaturkritik.de/public/rezension.php?rez_id=16158" target=_blank>www.literaturkritik.de/public/rezension.php?rez_id=16158</a></p>
<p><span style="color: #993366;">Was lässt sich daraus lernen? Eigentlich das, was ich all jenen immer wieder sage, die mit Schreibambitionen Rat bei mir holen: dranbleiben, ans eigene Werk glauben und nicht aufgeben! Über „Tinkers“ kann man geteilter Meinung sein &#8211; in meinen Augen ist der Roman nur leidlich gelungen. Trotzdem ist er „preisgekrönt“. Na ja, hinter die Kulissen schaut man in diesem Fall nicht so leicht. <em>(Aber eins gilt immer: „Geschmäcker sind verschieden“!)</em></span></p>
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</script><span class = ""  style = "  float: left; "><fb:like href="http://blog.journalismus-und-mehr.com/index.php/archives/734" send = "false" layout="standard" show_faces="false" width="" action="like" colorscheme="light" font="" /></span><div class="tweetthis" style="text-align:left;"><p> <a class="tt" href="http://twitter.com/intent/tweet?text=%E2%80%9ETinkers%E2%80%9C+%E2%80%93+hochgejubelt+und+verworren+http%3A%2F%2Fblog.journalismus-und-mehr.com%2F%3Fp%3D734" title="Post to Twitter"><img class="nothumb" src="http://blog.journalismus-und-mehr.com/wp-content/plugins/tweet-this/icons/en/twitter/tt-twitter-big3.png" alt="Post to Twitter" /></a></p></div>]]></content:encoded>
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		<title>Künftig früher einmischen</title>
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		<pubDate>Tue, 29 Nov 2011 08:25:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Schauer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein/Politik]]></category>
		<category><![CDATA[compact]]></category>
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		<description><![CDATA[Mit der Wahl vom Sonntag kam es ans Licht: Die Mehrheit im Musterländle ist für „Stuttgart 21“. Das mag man begrüßen oder bedauern: die demokratische Legitimation ist nun verbrieft. Nichts desto trotz gibt es in Deutschland und anderswo Kopfbahnhöfe. Dazu kann man sich über diesen Link informieren: http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Kopfbahnh%C3%B6fen Freuen wir uns: Die Zivilgesellschaft ist am [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mit der Wahl vom Sonntag kam es ans Licht: Die Mehrheit im Musterländle ist für „Stuttgart 21“. Das mag man begrüßen oder bedauern: die demokratische Legitimation ist nun verbrieft. Nichts desto trotz gibt es in Deutschland und anderswo Kopfbahnhöfe. Dazu kann man sich über diesen Link informieren: <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Kopfbahnh%C3%B6fen" target=_blank>http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Kopfbahnh%C3%B6fen</a></p>
<p>Freuen wir uns: <strong>Die Zivilgesellschaft ist am Konflikt über Stuttgart 21 gewachsen und mündiger geworden.</strong> So drückte es Compact aus, eine Organisation, sich unter anderem einsetzt für mehr Transparenz in der Politik. <a href="http://www.campact.de/campact/about/home" target=_blank>http://www.campact.de/campact/about/home</a> Es ist zu hoffen, dass derartige Kräfte wach bleiben, damit Einmischung künftig früher gelingt und nicht erst kurz vorm ersten Spatenstich Interesse laut wird.</p>
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		<title>PR-Leute von eigenen Sprechblasen genervt</title>
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		<pubDate>Thu, 17 Nov 2011 06:59:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Schauer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alltag]]></category>
		<category><![CDATA[Sonstiges]]></category>
		<category><![CDATA[Konstruktivismus]]></category>
		<category><![CDATA[Lobo]]></category>
		<category><![CDATA[PR]]></category>
		<category><![CDATA[Realitätsverlust]]></category>
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		<description><![CDATA[Welcher Trend zeichnet sich in der PR-Branche ab? Eine Umfrage dazu provoziert Schlagzeilen. Da wir alle unter dem Einfluss von Werbung und Imagekampagnen stehen, seien hierzu drei Quellen empfohlen. Aufschlussreich präsentiert www.presseportal.de/pm/6344/2148738/ das Umfrage-Ergebnis. Überraschend vielleicht, dass sich die Branche von ihren eigenen Sprechblasen genervt sieht und das auch zugibt. Erfreulich, dass es ihr gut [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Welcher Trend zeichnet sich in der PR-Branche ab? Eine Umfrage dazu provoziert Schlagzeilen. Da wir alle unter dem Einfluss von Werbung und Imagekampagnen stehen, seien hierzu drei Quellen empfohlen.</p>
<p>Aufschlussreich präsentiert <a href="http://www.presseportal.de/pm/6344/2148738/" target=_blank>www.presseportal.de/pm/6344/2148738/</a> das Umfrage-Ergebnis. Überraschend vielleicht, dass sich die Branche von ihren eigenen Sprechblasen genervt sieht und das auch zugibt. Erfreulich, dass es ihr gut geht (Budget-Zuwächse werden erwartet) und sie – wieder einmal – dass Storytelling in den Focus rücken will.</p>
<p>Mit im Vorgrund sieht das Portal media.de, dass sich PR-Leute von „desinteressierten Journalisten“ gestresst fühlen und ihnen die Verteilerpflege lästig ist: <a href="http://bit.ly/rOuuut" target=_blank>http://bit.ly/rOuuut</a></p>
<p>Letzeres ist wahrhaft das Schwarzbrot des Berufs, Ersteres DIE Herausforderung schlechthin. Je nachdem, was damit gemeint ist. Landen zu viele Pressemitteilungen ungelesen im Papierkorb? Oder werden einfach Themen, die zwischen den Zeilen versteckt sind, von den Journalisten verschenkt? Mir ist letzteres oft aufgefallen. Natürlich ist es mit der dünnen Personaldecke in den Redaktionen zu erklären. Oder – was schon ärgerlicher ist – mit den Routinen, die nicht unbedingt ein Nachhaken vorsehen, wenn der Absender mit „PR“ zu tun hat.</p>
<p>Einen „Realitätsverlust der PR-Branche“ leitet Sascha Lobo aus dem Umfrage-Ergebnis ab. Er gibt den Sprachsensiblen, kritisiert Sprachverbiegungen und verweist auf den Radikalen Konstruktivismus. Letztlich befremdet er mit dem sagenhaften Gleichnis: „Die PR-Klage über ‚desinteressierte Journalisten’, das ist, als fordere man vom Staat eine Belohnung dafür, dass man gestern auf der Autobahn nicht zu schnell gefahren ist.“ <a href="http://bit.ly/w1HZXq" target=_blank>http://bit.ly/w1HZXq</a></p>
<p>Wer über die Zunft der Journalisten weiterlesen möchte bzw. über einige ihrer herausragenden Vertreter, die negativ aufgefallen sind, kann das in KONTEXT tun &gt;&gt; Medientheater &gt; <a href="http://bit.ly/sR6vIo" target=_blank>http://bit.ly/sR6vIo</a> (Thema &#8220;Journalistische Unabhängigkeit inbegriffen.)</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Wie nützlich ist es, Tabus zu brechen?</title>
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		<pubDate>Mon, 14 Nov 2011 12:00:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Schauer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein/Politik]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Würde des Menschen ist &#8230;? &#8220;Antastbar&#8221; wie es scheint, denn noch immer wird munter diskriminiert. Obwohl Diskriminierung eigentlich tabu ist. Aber was ist heutzutage schon noch tabu? Es ist anscheinend trendy oder sexy, sich mit Tabubrüchen unvergessen zu machen. Somit ist er (der Tabubruch) nützlich im Showgeschäft. Unter anderem hat das die jüngste Bambi-Verleihung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Würde des Menschen ist &#8230;? &#8220;Antastbar&#8221; wie es scheint, denn noch immer wird munter diskriminiert. Obwohl Diskriminierung eigentlich tabu ist.</p>
<p>Aber was ist heutzutage schon noch tabu? Es ist anscheinend trendy oder sexy, sich mit Tabubrüchen unvergessen zu machen. Somit ist er (der Tabubruch) nützlich im Showgeschäft. Unter anderem hat das die jüngste Bambi-Verleihung vor Augen geführt. Der heftigste Aufreger ist die Auszeichnung von Bushido. Hierzu gibt es einen Blogbeitrag, dem ich nichts hinzu zu fügen habe: <a href="http://tapferimnirgendwo.wordpress.com/2011/11/12/gebt-den-bambi-zuruck/" target=_blank>http://tapferimnirgendwo.wordpress.com/2011/11/12/gebt-den-bambi-zuruck/</a></p>
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		<title>Zeittafel ebnet Zugang zu Erinnerungen</title>
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		<pubDate>Sun, 25 Sep 2011 20:34:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Schauer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alltag]]></category>
		<category><![CDATA[Erinnerungen]]></category>
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		<description><![CDATA[Erinnerungen sind ein kostbarer Schatz! Man kann es nicht oft genug betonen und Menschen, die sich anschicken, ihre Memoiren zu schreiben, motivieren und versuchen zu inspirieren! Wenn Kinder (meist sind sie jenseits der 40 Jahre alt) fragen: „Wie kann ich meine Eltern dazu bewegen, ihre Lebensgeschichte aufzuschreiben?“, lautet die Standardantwort, sie sollen bei zwanglosen Unterhaltungen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Erinnerungen sind ein kostbarer Schatz! Man kann es nicht oft genug betonen und Menschen, die sich anschicken, ihre Memoiren zu schreiben, motivieren und versuchen zu inspirieren!</p>
<p>Wenn Kinder (meist sind sie jenseits der 40 Jahre alt) fragen: „Wie kann ich meine Eltern dazu bewegen, ihre Lebensgeschichte aufzuschreiben?“, lautet die Standardantwort, sie sollen bei zwanglosen Unterhaltungen über „früher“ einfach ein Mikrophon auf den Tisch stellen und mit dem Tonband die alten Geschichten aufzeichnen. (Diktiergeräte sind weniger auffällig und tun den gleichen Dienst.)</p>
<p>Manchmal ist das aber nicht möglich, weil ein Mikro die Situation verfälschen und die Unterhaltung verzerren würde. Dann ist es eine gute Möglichkeit, eine „Zeittafel“ anzulegen. Das ist eine Tabelle mit drei Spalten. In der ersten stehen die Jahreszahlen, in der mittleren die Ereignisse und die dritte bleibt frei. Diese kann später für zeitgeschichtliche Ereignisse genutzt werden oder stellt Zitate besonders heraus oder nimmt Kommentare von Zeugen (Verwandte, Freunde, Nachbarn oder andere Zeitzeugen) auf.</p>
<p>Sind ganz links erst mal die Jahreszahlen eingetragen, kann man zunächst bruchstückhaft Ereignisse in der Mitte zuordnen. Geburtsjahr / strenger Winter, geboren während eines Schneesturms … Oder anderes Beispiel: 1950 / Heirat in Bochum, Hochzeitsreise zu Fuß mit Rucksack …</p>
<p>Diese Stichworte helfen, Interesse bei der zu interviewenden Person zu wecken. So dass vielleicht von selbst kommt: „1951 bin ich vier Wochen ohne Arbeit gewesen und habe auf einem Bauernhof ausgeholfen. Damals haben wir die Ähren noch mit der Hand zusammen gebunden …“ Oder man kann nachfragen, ob der Schneesturm Einfluss auf die Geburt hatte, beispielsweise auf das Kommen der Hebamme oder den herbei eilenden Vater, der vielleicht auf dem glatten Pflaster im Hof ausgerutscht ist.</p>
<p>Viele Geschichten kennen die Jüngeren ja schon, so dass das Augenmerk vor allem auf Zusammenhängen (dem Kontext) und Details liegt. Die Interviewer werden zum Stichwortgeber und können die Tabelle mit den Auskünften bestücken. Der oder die Befragte können noch mal eine Nacht darüber schlafen (oder mehrere Nächte) und die Tabelle wieder und wieder zu Hand nehmen. Wenn die Erinnerungen einmal in Gang gekommen sind, purzeln oft überraschend viele Einzelheiten in die Gegenwart.</p>
<p>Manche Senioren sind bald selbst Feuer und Flamme und notieren, was „von damals“ plötzlich wieder lebhaft vor ihren Augen steht. Und seien es nur Stichworte, die bei der nächsten „Erinnerungskonferenz“ mit Leben gefüllt und in die Tasten des Laptops geklopft werden.</p>
<p>Wichtig ist, die Sequenzen überschaubar zu halten, keine zu großen Zeitabschnitte in einer „Sitzung“ abhandeln zu wollen. Das Projekt braucht Zeit, Geduld und zwischendurch immer wieder „Luft zum Atmen“. Nur dann macht es allen Beteiligten Spaß!</p>
<p><em>Demnächst: Wie man mit Ausschmückungen, Widersprüchen oder Plausibilitätsproblemen umgeht.</em></p>
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		<title>Hört: Erinnern Frauen sich anders?</title>
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		<pubDate>Thu, 22 Sep 2011 06:47:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Schauer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Alice Schwarzer]]></category>
		<category><![CDATA[EMMA]]></category>
		<category><![CDATA[Memoiren]]></category>

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		<description><![CDATA[Bevor man womöglich nicht mehr nachhören kann, was der Hessische Rundfunk zu den bzw. rund um die Schwarzer-Memoiren sendete, hier der Link: http://www.hr-online.de/website/radio/hr2/index.jsp?rubrik=14224&#38;key=standar d_podcasting_derTag&#38;mediakey=podcast/derTag/derTag_20110915&#38;type=a Sehr interessant finde ich dabei die Erörterung, ob sich Frauen anders erinnern oder ihre Memoiren anders gestalten als Männer. Das Spektrum der Beiträge ist erhellend. Die Diskussion darüber darf gerne fortgesetzt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bevor man womöglich nicht mehr nachhören kann, was der Hessische Rundfunk zu den bzw. rund um die Schwarzer-Memoiren sendete, hier der Link: <a href="http://www.hr-online.de/website/radio/hr2/index.jsp?rubrik=14224&amp;key=standard_podcasting_derTag&amp;mediakey=podcast/derTag/derTag_20110915&amp;type=a" target="_blank">http://www.hr-online.de/<wbr>website/radio/hr2/index.jsp?<wbr>rubrik=14224&amp;key=standar<br />
d_podcasting_derTag&amp;mediakey=<wbr>podcast/derTag/derTag_<wbr>20110915&amp;type=a</wbr></wbr></wbr></wbr></a> Sehr interessant finde ich dabei die Erörterung, ob sich Frauen anders erinnern oder ihre Memoiren anders gestalten als Männer. Das Spektrum der Beiträge ist erhellend. Die Diskussion darüber darf gerne fortgesetzt werden.</p>
<p>Heute erscheint in der aktuellen EMMA-Ausgabe übrigens ein Auszug aus dem Memoiren von Alice Schwarzer. Sie hat ihre Erinnerungen, die von den Medien mit einiger Aufregung erwartet wurden, in zwei Teile gegliedert.  Der erste blendet auf ihre Jahre bis zum Erscheinen der erstern EMMA zurück.</p>
<p>Sehr gut erinnere ich mich, an welchem Kiosk in Stuttgart ich die erste EMMA  entdeckte (Charlottenplatz). Ohne lange nachzudenken zückte ich den Geldbeutel und sie war mein! Ich verschlang jeden Artikel. Auf jede Ausgabe wartete ich gespannt. Ich redete viel über das, was ich in den Heften so treffend auf den Punkt gebracht fand, wollte die Bewegung verbreitern helfen. Auch bei meinem Mann und bei meinem Vater fand ich offene Ohren dafür.</p>
<p>Damals erschien die Zeitschrift monatlich. Meine Idee, selbst einen Artikel in EMMA zu veröffentlichen, konnte ich bereits ein Jahr später (1978) verwirklichen. Es ging um Ungerechtigkeiten bei der Jobsuche &#8211; Überschrift &#8220;Eines Tages heiratest Du ja doch&#8221;. Es war noch eine frische Errungenschaft, dass Frauen frei über ihre Berufstätigkeit bestimmen konnten. In allen Köpfen war das noch nicht verankert, bei fast allen Vorstellungsgesprächen wurde ich gefragt: &#8220;Und was macht Ihr Mann?&#8221; oder &#8220;Was sagt Ihr Mann dazu?&#8221; Das verlieh mir als Bewerberin eine unbestimmbare Form von Unmündigkeit, die mich sehr wütend machte!</p>
<p>Damals war ich noch keine &#8220;gelernte Journalistin&#8221;, verdiente mein Geld auf andere Weise und hatte zuvor lediglich einen Artikel für die Lokalpresse geschrieben. Der Honorar-Scheck mit der Unterschrift von Alice Schwarzer musste natürlich auf einem Foto &#8220;für die Nachwelt&#8221; festgehalten werden! Erst gut zwei Jahre später stürzte ich mich voller Begeisterung in mein Volontariat bei der Gmünder Tagespost. &#8211; <em>Ja, es ist wirklich eine spannende Frage, ob sich Frauen an andere Dinge erinnern oder sich in den Zusammenhängen, die ihr Leben prägten, anders darstellen als Männer!</em> <span style="color: #ff0000;">Kommentare dazu sind herzlich willkommen!</span></p>
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</script><span class = ""  style = "  float: left; "><fb:like href="http://blog.journalismus-und-mehr.com/index.php/archives/696" send = "false" layout="standard" show_faces="false" width="" action="like" colorscheme="light" font="" /></span><div class="tweetthis" style="text-align:left;"><p> <a class="tt" href="http://twitter.com/intent/tweet?text=H%C3%B6rt%3A+Erinnern+Frauen+sich+anders%3F+http%3A%2F%2Fblog.journalismus-und-mehr.com%2F%3Fp%3D696" title="Post to Twitter"><img class="nothumb" src="http://blog.journalismus-und-mehr.com/wp-content/plugins/tweet-this/icons/en/twitter/tt-twitter-big3.png" alt="Post to Twitter" /></a></p></div>]]></content:encoded>
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